Die FF Schiffbek im zweiten Weltkrieg

Die Wehr bei einer Übung in der Margarinefabrik Bremer & Wagner an der Hamburger Straße (Heute Billstedter Hauptstraße) kurz vor Kriegsbeginn. Im Hintergrund ist das neuer Löschgruppenfahrzeug 8 / VTS 15 zu sehen

Der Beginn des 2. Weltkrieges brachte starke Einschnitte für die Wehr mit sich. Viele Kameraden wurden zum Wehrdienst eingezogen und zum Kriegsdienst eingesetzt. Die gesamte Wehr, bis auf 4 Kameraden, wurde zum Luftschutzhilfsdienst LSHD einberufen. Die auf mehrere Wachen der Berufsfeuerwehr sowie einer „Kasernierten Wehr“ in Wentorf verteilten Kameraden absolvierten in den Wirren des Krieges unzählige spektakuläre Einsätze in Hamburg, und von Wentorf aus in ganz Norddeutschland. Die vier verbleibende Kameraden waren weiterhin für den Brandschutz in Billstedt zuständig.

Hier einige Einsätze der Wehr, als Folgen des Kriegsschauplatzes Hamburg:

Die Folgen eines Bombenangriffes im Jahr 1943 in der Washingtonallee

Bombenangriff auf Hamburg-Horn im Jahr 1943

 

Kurz vor Ende des Krieges sollte die FF Billstedt eine kurze Ruhepause in der Feuerwache Admiralitätsstraße haben. Gleich nachdem sich die erschöpften Kameraden setzten war es mit der Ruhe vorbei. Das Pressehaus wurde von einer Bombe getroffen und brannte. Die FF Billstedt rückte wieder aus.

1945 - Nach einem Bombenangriff auf die Hamburger Innenstadt brennt das Pressehaus. Die FF Billstedt ist zu den Löscharbeiten alarmiert

Aber auch in Billstedt gab es für die verbleibenden 4 Kameraden eine Menge zu tun.:

  • Feuer im Bauernhaus von E.Westfalen, das völlig ausbrannte.
  • Feuer im Schuhaus Lisinski, aus dem noch große Lagerbestände vor den Flammen gerettet werden konnten.
  • Brandbombe beim Gastwirt Becker. Der auf dem Hof liegende Sand konnte zum Löschen genutzt werden, denn die Wasserversorgung war zusammengebrochen.
  • Am Schiffbeker Weg 6 brannte bei der Bäckerei Bohnekamp der Dachstuhl. Nur Dank der Unterstützung auswärtiger Feuerwehren mit ihren motorisierten Löschfahrzeugen war es möglich, Wasser aus der Bille zu fördern, da die Hydrantenversorgung ausgefallen war.
  • Schwer getroffen wurden die Wohnungen im Haus der Schlachterei O. Rehbohm. Die Bewohner konnten sich in die Erdgeschoßwohnung retten. Für einen Bewohner kam jedoch jede Hilfe zu spät, er fiel den Flammen zum Opfer.
  • Eine Brandbombe, die an der Straßenbahn-Endstation einschlug, konnte mit Seesalz abgedeckt werden.

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