Großbrände und die Jahre in der Sammelunterkunft am Großmarkt

Im Mai 1981 reiste eine Abordnung der Wehr erstmalig nach Ärjäng in Schweden, um die begonnende Partnerschaft offiziel durch den Austausch von partnerschaftsurkunden zu besiegeln. Von diesem Zeitpunkt an besuchte man sich regelmäßig, entweder in Hamburg oder in Ärjäng. Diese Partnerschaft hat noch heute bestand.

In diesem Jahr erhielt die Wehr auch den neuen MKW (Mannschaftskraftwagen), ein leichtes Bergungsfahrzeug. Somit bestand der Fahrzeugpark der Wehr jetzt aus TLF 8, LF 16-TS und dem MKW. Der Funkkommandowagen wurde zwischenzeitlich aus Altersgründen eingezogen.

Der MKW (Mannschaftskraftwagen) der FF Billstedt im Jahr 1982

An einem spektakulären Einsatz dieser Zeit erinnern sich die Feuerwehrleute noch heute. Der Brand in der Gewürzmühle in Billbrook, zu deren Löscharbeiten auch die FF Billstedt alarmiert wurde. Das Verbrennen der Gewürze war weit über das Stadtgebiet geruchlich wahrzunehmen.

Im eigentlichen Ausrückenbereich der FF Billstedt. dass dem heutigen gleichte, gab es glücklicherweise kaum Einsätze, die mehr als 3 Züge der Berufsfeuerwehr eingebunden haben. Somit gab es wenig Gelegenheit im eigentlichen Ausrückebereich Hilfe leisten zu können.

Im 1982 gab es dann doch einen Einsatz im eigenen Ausrückebereich. An der Ecke Horner Brückenweg / Horner Landstraße brannte der Dachstuhl. Die Wehr war mehrere Stunden im Einsatz.

Im gleichen Jahr erhielt die Wehr ihr neues Löschfahrzeug vom BUND, ein Magirus Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS. Dieses war einer der ersten Fahrzeuge dieser Baureihe, die vom BUND in Hamburg ausgeliefert wurden.

LF 16 TS (Bund) Magirus FM 170 D 11 FA (Aufbau Zeppelin) der FF Billstedt

1983 konnte die Wehr auf einen Personalstand von 32 Aktiven zählen. In diesem Jahr wurde die FF Billstedt bereits 100 Jahre alt.

November 1983 - Die FF Billstedt angetreten zur Ausbildung

Das Jahr 1985 war das Jahr mit den wenigsten Einsätzen für die Wehr, dafür waren die Einsätze umso spektakulärer.

Am 10. März 1985 wurden die Feuerwehrleute mal wieder in ihren eigenen Ausrückebereich alarmiert. Bei der Fa. Percoplast in der Horner Landstraße brannte es. Mehrere Züge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr wurden eingesetzt. Da bei dem Feuer Kunststoffe brannten und Salzsäuredämpfe freigesetzt wurden, mußten alle Einsatzkräfte auch außerhalb der Brandstelle unter Atemschutz arbeiten.

Einsatz Fa. Schaper Percoplast an der Horner Landstraße am 10.03.1985

Mitte des Jahres mußte die Wehr das TLF 8 abgeben und bekam dafür ein kommunales Löschgruppenfahrzeug LF 16 mit integriertem 800 L Wassertank und Atemschutzgeräten, die bereits während der Anfahrt von der Mannschaft angelegt werden konnten. Mit diesem Fahrzeug war die FF Billstedt für Einsätze auch in der ersten Alarmfolge gut ausgestattet.

© FF Billstedt-Horn | Erstes kommunales LF 16 der Wehr auf Mercedes-Benz LAF 1113 B/42 Baujahr 1978

Im Laufe der Achtziger Jahre wurde die FF Billstedt zu mehreren Großschadensereignissen alarmiert. Hier war wohl der 10. Alarm am 4. April 1985 „Feuer im Schuppen 74“ als der spektakulärste zu verzeichnen. Hier waren 10 Züge der Berufsfeuerwehr sowie 10 Freiwillige Feuerwehren über 12 Stunden lang im Einsatz. Die Flammen schlugen nach diversen Explosionen, verursacht durch gelagerte Chemikalien, über 60m hoch aus dem Schuppen, so dass der Feuerschein über den gesamten Hamburger Nachthimmel sichtbar war. Ebenfalls eingelagertes Kautschuk verflüssigkte sich und lief über das Terminal, so dass die Feuerwehleute teilweise bis zu 20cm tief in der dickflüssigen, heißen Masse standen. Über 12 Stunden lang wurde aus der Elbe Löschwasser gepumpt um das Feuer mit Schaum zu bekämpfen. Die mit dem Feuer aufsteigenden Schwebstoffe regneten sich erst in Flensburg wieder ab und färbten dort Autos milchig gelb.

4. April 1985 - 10. Alarm "Feuer Schuppen 74"

Am 18. Mai 1988 schallt ein riesiger Knall durch Billstedt und Horn, wenige Minuten später sind Martinshörner zu hören, der Meldeempfänger der FF Billstedt ertönt: Gasexplosion am Horner Moor 7, Mehrfamilienhaus teilweise eingestürzt. Als die Wehr an der Einsatzstelle ankommt, findet sie ein Bild der Verwüstung. Die Außenwände des Gebäudes fehlen, die Trümmer sind im Umkreis von 50m auf Rasen, Wegen und Straße verteilt. In einem Radius von 200m sind alle Scheiben der umliegenden Gebäude und Autos zerstört. Einige verletzte Personen können gerettet werden. Von einer weiteren Person fehlt jede Spur. Nach Stunden der Suche in den Trümmern kann die Person nur noch Tod geborgen werden.

18. Mai 1988 - Die Gasexplosion in der Straße Horner Moor forderte ein Todesopfer

Im Mai 1989 war die Wehr grade auf dem Weg zum Dienst zur Feuerwache Billstedt, als sie zu einem Feuer in die Werner-Siemers-Straße gerufen wurden. Es standen sehr große Mengen Altreifen in Flammen und das Feuer hatte bereits die angrenzende Lagerhalle erfaßt. Die Wasserversorgung mußte über eine Distanz von 1,5 Km aufgebaut werden. Das Feuer wurde schließlich mit Schaum gelöscht, der zu Einsatzende mannshoch über der Einsatzstelle lag.

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