© FF Billstedt-Horn | Gerätewagen-Rüst 1 HH-8138 der FF Billstedt-Horn

Technische Daten

Hersteller:Daimler Chrysler Mercedes-Benz                                                                    
Typ:UNIMOG 5000
Aufbau:Fa. Jessen Hamburg
Motorleistung:160 KW / 218 PS
Höchstgeschwindigkeit:90 Km/h
Hubraum:4801 ccm
Länge/Breite/Höhe:6400cm / 2550 cm / 3410 cm
Gesamtgewicht:13000 Kg
Löschwassertank:1600 L
SeilwindeRotzler 50 Kn
Sondersignalanlage:
  • Doppelblitzbalken Hänsch DBS 3000
  • Martin-Horn 2297 GM
  • Frontblitzer Hänsch Sputnik nano
  • LED-Heckwarnleuchten Hänsch Typ 43 LED

© FF Billstedt-Horn | Gerätewagen-Rüst 1 HH-8138 der FF Billstedt-Horn
Lackierung:Rot RAL 3000 mit gelber, retroreflektierender Beklebung
Feuerwehrtechnische Austattung u.a.:
  • Seilwinde Rotzler 50 kN
  • Ladebordwand MBB / Palfinger 1000K+
  • 3 Rollcontainer, Hersteller Ziegler, kranfähig, mit Material für die technische Hilfeleistung, Pumparbeiten -sowie Beleuchtungs- und Bergungsaufgaben
  • Anbauschneepflug
  • Palettenhubwagen
  • Stromerzeuger 13 kVA
  • Werkzeugkasten
  • Pallholz
  • Powermoon
  • diverse Scheinwerfer mit Zubehör
  • Verkehrsleitkegel
  • E-Motorsäge
  • Motorsäge
  • B-Druckschläuche
  • C-Druckschläuche
  • D-Druckschläuche
  • Hohlstrahlrohr
  • Mehrzweckstrahlrohr
  • Tauchpumpe TP 15
  • Mehrzweckleiter
Besatzung:1/2
© FF Billstedt-Horn | Die feuerwehrtechnische Standartbeladung des Gerätewagen-Rüst 1

Aufgaben im primären Einsatzgeschehen der Wehr

Im primären Einsatzgeschehen der Wehr kann das Fahrzeug in den folgenden Einsatzlagen eingebunden werden:

  1. Alle Einsatzlagen aus dem Bereich der technischen Hilfe. z.B. Einsätze bei Verkehrsunfällen, allg. Einsätze im Bereich Straße und Schiene, Wasserschäden, umgefallene Bäume, Bergungseinsätze, Einsturz, Austritt von gefährlichen Flüssigkeiten
  2. Wetterbedingte Einsätze
  3. Sonstige Einsätze - unabhängig von der Schadensart bei meldungsabhängiger Entscheidung. Beispiele hierfür könnten sein Feuer Autobahn, Einsatzlagen die eine weiträumige Ausleuchtung erforderlich machen, etc.

Aufgaben als Sonderkomponente

Die  Einsatzmöglichkeiten des GW-R1 sind sehr unterschiedlich. Mögliche Einsatzszenarien für die Sonderkomponente GW-R1 als eigenständige Einheit oder als Ergänzung von alarmierten Einheiten im gesamten Stadtgebiet können u.a. sein:


Wetterbedingte Einsätze

Sollte es zu einer Häufung von wetterbedingten Einsätzen in Teilen Hamburgs oder auf dem gesamten Hamburger Stadtgebiet kommen, ist eine Alarmierung des GW-R1 als eigenständige Einheit möglich und vorgesehen. Die Ausstattung des Fahrzeuges und die Besatzung von 3 Mann (taktische Einheit: selbstständiger Trupp 1/2) lassen es zu, wetterbedingte Einsätze eigenständig abzuarbeiten.


Ergänzung des Abrollbehälter Rüst

Sollte es zu einem Schadensereignis größeren Umfangs in unwegsamen Gelände kommen (Bsp. Zugunglück) dienen die GWR 1 der Zuführung der Einsatzmittel u.a. zur technischen Hilfeleistung. Die Einsatzmittel des AB-Rüst sind auf baugleichen Rollwagen verlastet, wie die des GW-R1. Es ist gemäß des Rüstkonzeptes geplant diese im entsprechenden Schadensfall aufzunehmen und der Einsatzstelle zuzuführen.


Ausleuchten von Einsatzstellen

Der GW-R1 ist neben dem typischen 1000W Arbeitsstellenscheinwerfer auch mit dem Flächenbeleuchtungssystem „Powermoon“ ausgestattet. Die Produktvariante (Powermoon twinlight), welche auf dem GW-R1 verlastet ist, hat einen Lichtstrom von 210 000 Lumen (Vergleich: 1000W Scheinwerfer: 5000 Lumen).


Logistik

Der GW-R1 ist durch seinen Aufbau mit Plane-und Spriegel und 1000kg Ladebordwand universell-logistisch einsetzbar. Der ständig mitgeführte Palettenhubwagen ermöglicht das einfache Be- und Entladen von Material auf Euro-Paletten, Gitteboxen und IBC. Der GW-R1 hat eine zulässige Gesamtmasse von 13.000 Kg bei einem Leergewicht von 8500 Kg. Somit ist er für einsatzlogistische Aufgaben jeglicher Art einsetzbar.


Katastrophenschutz / Hochwasserlagen / Deichverteidigung

Aufgrund seiner logistischen Fähigkeiten (z.B. zur Aufnahme von Sandsäcken), seiner sehr hohen Geländetauglicheit und der Wattiefe von 1m ist das Fahrzeug im Rahmen des Katstrophenschutzes (regional wie überörtlich), insbesondere bei Hochwasserereignissen ideal einsetzbar.

© FF Billstedt-Horn | Gerätewagen-Rüst 1 im Hochwassereinsatz in Dresden 2013

Wald- und Flächenbrände (Brände von Vegetation)

Der GW-R1 ist zusätzlich mit dem Modul „Waldbrandbekämpfung“ ausgestattet (dieses Modul ist auch in der FEZ/Rlst hinterlegt). Hierzu stehen zwei 1000 Liter Löschwasserbehälter (IBC) bereit, welche mittels spezieller, in einer Zubehörkiste mitgeführten, wasserführenden Armaturen zur Brandbekämpfung eingesetzt werden können. Als Pumpe ist die PFPN 10-1000 (ehem. TS (8/8) der LF 16/KatS bzw. LF 20/KatS vorgesehen und montierbar. Das Fahrzeug kann nach erfolgten, kurzen Umrüsten auf das Waldbrandbekämpfungs-Modul ähnlich einem TLF 2000 (ehem. TLF 8/18) insbesondere zu Vegetationsbränden eingesetzt werden.


Räumen von Schnee

In Erwartung schwerer Schneefälle bzw. eintretende Schneekatastrophen wurden die GW-R1 (FF) und GW-R2 (BF) mit Schneeräumschild ausgeliefert. Die Räumschilder sollen im Falle von Unwetter durch starke Schneefälle zum Einsatz kommen, um den an- und abrückenden Einsatzkräften von Rettungsdienst und Feuerwehr die Fahrbahnen zu räumen und den Einsatz somit zu ermöglichen.


Anschlagen und Sichern von Lasten

Als Sondereinsatzmittel verfügt der GW-R1 über eine 60m Seilwinde der Fa. Rotzler mit einer Zuglast von 5 t und 60 m Stahlseil. Das Seilwinde befindet sich an der Fahrzeugfront. Hierzu gehören, verstaut auf einem Rollcontainer) diverse Anschlagmaterialien (Schäkel und Anschlagseile in verschiedenen Größen), einen Erdanker, Kantenschutz, Sicherungsmaterialien (Unterlegkeile für festen und weichen Boden) und Seilrollen (Flaschenzug!). Desweiteren verfügt der Gerätewagen über jeweils 2 an Front- und Heck verbauten Anschlagplatten mit festmontierten Schäkeln, die jeweils mit max. 8 t pro Schäkel belastbar sind. Somit ist der GW-R1 für Sicherungs- und Bergungsaufgaben im Bereich der technischen Hilfe einsetzbar.


Schleppaufgaben

Der GW-R1 verfügt über eine max. Anhängelast über die Anhängekupplung von 18 t. Eine entsprechende Schleppstange ist vom Heck aus entnehmbar, unter dem Fahrzeug verlastet. Seine Geländefähigkeit erlaubt zudem auch den Schleppeinsatz in unwegsamen Gelände. Das Schleppen ist sowohl vorwärts, wie auch rückwärts möglich. LKW Druckluftanschlüsse vorne (1x) und hinten (2x) erlauben zudem das Bewegen von Fahrzeug- bzw. LKW-Anhängern sowohl für Transport, wie aber auch für Bergungsarbeiten. Ein Fremdeinspeisung von anderen LKW´s über die Druckluftanschlüsse ist ebenfalls möglich.

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